How to: Lebensmittel richtig aufbewahren

Irgendwann im Studium (Ernährung und Diätetik an der HAN in Nijmegen, NL) haben wir vom Voedingscentrum (Informationsseite für Verbraucher im Bezug auf Ernährung) mal eine tolle Infomappe bekommen. Ich vermute, dass es in dem Quartal war, in dem es um Lebensmittelsicherheit ging. Würde Sinn machen. In dieser Mappe ging es um Lebensmittelsicherheit im Urlaub, bestimmte Krankheitsverursacher und wie man diese vermeiden kann und es war ein sogenannter (ich übersetze das mal frei) Aufbewahrungs-Wegweiser. Klingt komisch, aber es gibt leider keine direkte Übersetzung. Jedenfalls war es ein kleines Plakat mit einem Kühlschrank drauf und den jeweiligen Produkten, die an bestimmte Stellen gehören, sowie den Produkten, die nicht in den Kühlschrank gehören. Oha habe ich damals gelernt, dass ich einiges falsch mache…

Da ich diesen bewaarwijzer ziemlich toll finde, meine Leser aber deutschsprachig und nicht niederländisch sind, übertrage ich das mal 🙂

Ran an den Kühlschrank!

Oben

Ganz nach oben gehören Gemüseaufstriche, geöffnete Konserven. Darunter Milchprodukte wie Käse, Frischkäse und wie ich sagen würde, Joghurt und Quark etc. Bei den Niederländern wurden diese Produkte in die Tür verpackt, was aber auch damit zu tun hat, dass sie in 1L Tetrapacks verpackt sind. Wir haben ja doch oft kleine Becher. In das oberste Fach der Türe gehören Butter/ Margarine und Eier.

Mitte

In die Mitte gehören Reste, die man am nächsten Tag nochmal verzehren möchte. So auch Dinge, die mal erhitzt wurden und wieder abgekühlt wurden. Hier würde zum Beispiel mein für den nächsten Tag vorbereitetes Essen hin gehören. In der Tür gehören in die Mitte Saucen wie Senf, Dressings etc.

Unten

Fleisch und Fisch. Fällt bei mir jetzt weg 😉 Darunter hat man ja oft noch eine Schublade, in diese gehört, wie wahrscheinlich alle wissen frisches Obst und Gemüse.  Ins untere Fach der Tür gehören Milch und Säfte.

Da wären wir dann auch schon beim Obst und Gemüse angelangt. Nun stellt sich die Frage: was sollte man denn im Kühlschrank aufbewahren und was nicht?

Was gehört rein?

Beerenobst: dieses wird relativ schnell schlecht, matschige und faule Früchte sollten aussortiert und die restlichen Früchte im Gemüsefach des Kühlschranks aufbewahrt werden. Dort sind sie 2-5 Tage haltbar.

Blattgemüse: Auch Blattgemüse sollte im Gemüsefach des Kühlschranks aufbewahrt werden. Am besten in einem verschlossenen Behältnis, wie z.B. einer Tupperbox.

Fruchtgemüse (Ausnahmen Zucchini und Tomaten): Paprika, Gurke etc. gehören in’s Gemüsefach. Allerdings nicht luftdicht verschlossen. In einer Plastiktüte sollten Löcher vorhanden sein.

Kernobst: Kann sowohl im Kühlschrank als auch außerhalb gelagert werden, verliert aber bei langer Lagerung Vitamine.

Pilze: Pilze sollten im Kühlschrank fernab geruchsintensiver Lebensmittel gelagert werden. Dort sind sie 2-4 Tage haltbar. Idealerweise können sie in ein Geschirrtuch gewickelt oder einer Papiertüte (trocken!) gelagert werden.

Wurzelgemüse: Hält sich einige Zeit im Kühlschrank benötigt aber Sauerstoff, daher nicht Luftdicht verschließen!

Was gehört nicht rein?

Nicht-heimische Früchte (z.B. Avocado, Mango, Banane).

Zucchini und Tomaten verlieren im Kühlschrank Aroma und Haltbarkeit.

Kartoffeln (besser: bei ca. 12°C dunkel und trocken, nicht in Plastik!!)

Steinobst: Kann im Kühlschrank gelagert werden, verliert dort aber schnell Aroma.

Zitrusfrüchte.

Was die Aufteilung geht, bin ich relativ eingeschränkt, da wir einen Kühlschrank mit 4 Fächern haben, jeder hat eins, ich das oberste und im Gemüsefach lagern in der Regel Getränke. Wir hatten das mit dem Gemüse zwar mal eingeführt, aber irgendwie landen doch immer wieder Getränke drin.

Wie ist das bei euch? Lagert ihr vorbildlich? 😀

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What I ate Wednesday – 2 day food prepping

Happy What I Ate Wednesday – Es fühlt sich an, als hätte ich eine Weile nicht geschrieben, dabei war es gerade einmal Montag. Die Zeit fliegt!

Der heutige What I Ate Wednesday ist mal wieder ein wenig anders, ich habe nämlich am Sonntag wieder angefangen für mehrere Tage vor zu kochen, einfach um ein bisschen Zeit zu sparen. Um effizienter zu sein, quasi. Ihr seht nun also, was es die letzten beiden Tage gab 😉

Food Prepping

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Angefangen habe ich mit dem Kochen der Cranberries für mein Frühstück. Die weiteren Fotos und was ich sonst noch so mit den Cranberries gemacht habe, könnt ihr hier nachlesen.

Dazu habe ich 180g Haferflocken mit Wasser und etwas Traubenzucker aufgekocht. Frühstück für zwei Tage :). Leider habe ich festgestellt, dass zuvor gekochte Haferflocken über Nacht sehr pampig werden. Ich werde dann doch wieder zu Overnight Oats übergehen. Die schmecken am nächsten Morgen wesentlich besser!

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Als nächstes zum Mittagessen. Sowohl Kartoffeln als auch Hirse waren mir alleine zu langweilig, also dachte ich, warum nicht einfach beides zusammen? Gesagt getan, ich habe Kartoffeln gekocht, ich habe Hirse gekocht und alles untereinander gemischt.

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Zum Würzen benutze ich momentan immer diese Brühe. Ohne tierisches Zeug und ohne Zucker. Bombe!

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Das Endprodukt sieht hochgradig lecker aus. Nicht. Ich habe es noch schön gewürzt und es war tatsächlich ganz lecker, aber auch etwas zu viel. Hirse wird bei mir irgendwie immer recht trocken und hart. Also am nächsten Tag.

Für das Abendessen habe ich mir für frisch gekochtes entschieden. Es gab Reis mit Kokosmilch und Curry am Montag, gestern das gleiche mit Broccoli dazu. Leider immer noch etwas Gemüsearm aber wir steigern uns. Heute gibt es Gemüsesuppe 🙂

Auf der Arbeit natürlich wie immer eine Laugenstange… davon komme ich einfach nicht weg 😉

Heute habe ich ebenfalls wieder für 2 Tage vorgekocht. Es ist einfach super hilfreich. Für länger möchte ich aber einfach auf Grund des Nährstoffverlustes nicht vorkochen und mindestens eine frische Mahlzeit am Tag zu mir nehmen. Allerdings auch erstmal nur noch diese Woche, denn ab Freitag heißt es für mich URLAUB 🙂 Dann geht es in die Heimat! Ich freu mich schon sehr sehr sehr!

Bis dahin habt einen schönen Mittwoch Abend!

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Gedankensalat: Darf Soja wie Wurst aussehen und so heißen?

Kennt ihr ihn, diesen Spruch „Ich werde nie verstehen warum sich Veganer und Vegetarier Burger und Würstchen nachbauen. Ich bastel ja auch kein Salatblatt aus Hack“? Bestimmt schonmal gehört. Versteht mich nicht falsch, ich finde Veganerwitze und so auch meistens ziemlich witzig. Das Problem ist nur, dass die Fleischesser diesen Kommentar tatsächlich nicht witzig meinen sondern bitter ernst. Irgendwie scheinen sie sich (meist männlich) in ihrer Männlichkeit gekränkt zu fühlen, wenn die „verweichlichten“ Pflanzenfresser ihre Pflanzen so herstellen, dass sie ihrem Statussymbol dem Fleisch ähneln. So in etwa kommt es meist rüber. Ich kann mir auch anders nicht erklären, warum es jemanden stört, dass wir statt getötetem Tier Soja oder Weizen in die Wurstpelle stopfen.

Zu Burgern und Würsten

Betrachten wir doch zunächst einmal die Wurst und den Burger. Sehen dem Tier nicht besonders ähnlich und sind auch nicht so gewachsen sondern bestehen aus zermahlenem Fleisch oder Fleischresten, die in eine bestimmte Form gebracht wurden. Denkt man mal genauer nach, könnte man auch sagen, dass die Fleischesser mit Würsten eventuell sogar Zucchini, Gurken oder Möhren imitieren, die tatsächlich von Natur aus diese Form haben. Machen wir aber nicht. Warum auch?

Insgesamt haben die Formen einen sehr praktischen Nutzen. Macht also doch Sinn, dass das Sojagemisch ebenfalls in diese tollen Formen gebracht wird. Und wenn jetzt hier jemand mit dem „Gesundheitsfinger“ zeigt, dass das vegane und vegetarische Ersatzzeug soooooo ungesund ist: dat is die Wurst und der Burger auch. Es geht hier gerade pur um den Vergleich. Und da sind wir gesundheitstechnisch auf einem Niveau, wenn nicht sogar pflanzlich gesünder unterwegs.

Dann der Name: soll ja jetzt durchgesetzt werden, dass er nicht mehr Wurst heißen darf, der Sojafraß. Es ist schon erstaunlich, dass es so furchtbar ist, wenn pflanzliche Produkte den gleichen Namen haben wie eine gute deutsche Wurst, es aber vollkommen legitim ist unsere Exkremente namentlich damit zu vergleichen. Also lieber dass unsere Kacke genauso heißt, als ein anderes Lebensmittel. Super. Die Fleischwurst wird in den Darm gesteckt, die „Knackwurst“ wird aus dem Darm rausgepresst. So gesehen macht es ja irgendwie schon wieder Sinn.

Dann darf die Sojawurst aber bitte nicht so schmecken wie (stark gewürztes) Fleisch (mit Haufenweise Zusatzstoffen). Ich sage besser niemandem, dass ich meine Sojaschnetzel oft mit einer Gyrosgewürzmischung würze…

Warum stört es?

Da frage ich mich wieder. Warum stört es? Welchen Nachteil haben andere Personen davon, wenn es im Supermarkt Produkte gibt, die so aussehen wie Fleisch, ansatzweise so schmecken wie Fleisch und einen vergleichbaren Namen haben? In der Regel ist deutlich zu erkennen, dass es sich nicht um Fleisch handelt, also ist Verwechslungsgefahr eigentlich ausgeschlossen. Ein Fleischesser hat überhaupt gar keinen Nachteil davon. Es kostet ihn nichts, und seinem Futter essen wir auch kein Essen weg. Denn essen wir kein Fleisch, werden weniger Pflanzen verbraucht, dementsprechend bleibt eigentlich sogar mehr Futter für sein Futter. Außerdem Wasser, vieeeeeel mehr Wasser. Eigentlich haben alle Vorteile davon, wenn sich jemand vegetarisch oder vegan ernährt (mal abgesehen von den überforderten Gastgebern…). Also frage ich mich immer noch, wo liegt das Problem?

Gedankensalat Ende.

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