Food Facts: Tomaten & Lykopin

Bonjour liebe Menschen,

vor kurzem habe ich etwas ziemlich interessantes gelernt und für alle, die sich für Ernährung interessieren, würde ich empfehlen, den Newsletter des AID zu abbonieren. Ich finde da jedes Mal wieder ein interessantes Thema drin. Dieses Mal war es das Lykopin in Tomaten. Vorher habe ich noch nie etwas von dem Stoff gehört, zumindest nicht, dass ich mich erinnern kann und habe mich dementsprechend mal etwas schlau gemacht.

Was ist Lykopin?

Lykopin ist ein sekundärer Pflanzenstoff. Zunächst aber: was sind sekundäre Pflanzenstoffe? Das sind Stoffe, die wie der Name schon vermuten lässt, in Pflanzen enthalten sind. Sekundär deswegen, weil sie nicht zu den für den Körper essentiellen Stoffen gehören, d.h. sie müssen nicht über die Nahrung aufgenommen werden, haben aber einen positiven gesundheitlichen Effekt.

Was macht Lykopin?

Lykopin soll eine antioxidative und antikanzerogene Wirkung haben. Heißt es bekämpft freie Radikale im Körper und kann gegen Krebs helfen, bzw. die Entwicklung eindämmen.

Wie nehme ich Lykopin auf?

Lykopin ist in Tomaten sehr stark vertreten. Leider sind die Lykopinquellen in Fachbüchern und dem Internet noch nicht so weit verbreitet, dass man gut und sicher etwas zu weiteren Quellen sagen kann. Interessanter Weise ist Lypokin nicht nur hitzestabil, sondern hat erhitzt eine bessere Bioverfügbarkeit. Es ist also aufgewärmt besser für den Körper auf zunehmen. Durch die Hitze gehen zwar ein Teil anderer Nährstoffe verloren, da viele Vitamine eben nicht hitzestabil sind, aber wenn man gelegentlich mal eine warme Tomatensuppe, Tomatensauce oder Tomaten auf Pizza etc. konsumiert, ist das durchaus gut.

 

Habt ihr vorher schon einmal was von Lykopin in Tomaten gehört?

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Foodfacts: Rote Bete Saft / Nitrat

Zwar handelt es sich hier eher weniger um einen Blog für Leistungssportler, trotzdem finde ich das Thema sehr interessant und vielleicht der ein oder andere auch ;).

Während meinem Studium habe ich, wie einige wahrscheinlich wissen, ein Semester Sporternährung als Spezialisierung gemacht. Eine meiner Dozentinnen war zu der Zeit an einem Forschungsprojekt zu Nitrat bzw. Rote Bete Saft beteiligt. Leider waren die Studienergebnisse noch nicht fertig, als ich mein Studium beendet habe. Da es aber vorher bereits theoretische als auch durch Forschung belegte Hinweise auf einen positiven Effekt von Nitrat und Rote Bete Saft gab, haben wir da schon einiges interessantes gelernt.

Hintergrund

Nitrat wird durch Bakterien im Mund zu Nitrit und dieses wiederum im Körper zu Stickstoffmonoxid (NO) umgewandelt. Letzteres soll gewisse Effekte im Körper haben, welche einen positiven Effekt auf die Leistung des Sportlers haben. Eine erhöhte Konzentration von NO sorgt so dafür, dass die Blutgefäße erweitert werden, was die Durchblutung und so die Sauerstoffzufuhr der Muskeln verbessert. Ein weiterer Effekt soll sein, dass die Mitochondrien in den Muskeln effizienter arbeiten (in Mitochondrien wird ATP (=Energie) hergestellt). Zusammengefasst ist der bisher erkannte Effekt, dass eine erhöhte NO Konzentration dafür sorgt, dass weniger Sauerstoff nötig ist = mehr Leistung.

Für wen?

Bisher sind positive Effekt nur bei „weniger gut“ trainierten Sportlern bei maximaler Leistung festgestellt worden. Das sind also die, die keine Leistungssportler sind. Treibt man regelmäßig und mit gutem Trainingseffekt Sport, so sollte sich die Effizienz des Sauerstoffgebrauchs verbessern. Es kann sein, dass sich durch die bereits durch Training erzielten Verbesserungen nicht weiter verbessern lassen. Außerdem wurde hier, genau wie bei Koffein, bisher festgestellt, dass es Personen gibt, die darauf anspringen und Personen, die nicht darauf anspringen. Man muss also selbst herausfinden, ob es wirkt oder nicht. Trinkt man es in Form von Rote Bete Saft, ist auch auszuprobieren, ob der Saft generell gut vertragen wird vorm Sport. Eigentlich auch hier wieder genauso, wie bei Koffein ;).

Ich habe in Erinnerung, dass es hauptsächlich für Ausdauersportler galt, aber dazu habe ich nichts finden können.

Dosis und Quelle

Nitrat gibt es meines Wissens auch künstlich zu kaufen, in den Studien, die ich kenne, wurde bisher immer Rote Bete Saft gebraucht. Wer also mal ein wirklich natürliches Produkt probieren möchte, da wäre das das Richtige, würde ich sagen. Besteht aus konzentriertem Rote Bete Saft und ein klein wenig Zitronensaft. That’s it. Die in solchen Flaschen enthaltenen 400 mg Nitrat sind ausreichend (260 mg  sollten bereits ausreichen). Diese müssten ein paar Stunden (ca. 2-3) vor dem Training/ Wettkampf eingenommen werden.

Fazit

Nach aktueller Studienlage gibt es keinen definitiven Beweis für die Wirkung von Nitrat auf die Leistung. Es gibt sowohl Studien mit Effekt, als auch Studien ohne Effekt. Bisher keine Studien mit negativem Effekt und auch langfristig negative Effekte sind bei Gebrauch natürlichen Nitrats nicht zu erwarten.

Was ich mich frage ist, ob man Rote Bete nicht auch einfach so essen könnte, statt sie zu trinken. Ich habe leider nicht viele gute Quellen zum Nitratgehalt in Roter Bete gefunden. Eine Quelle gab zwischen 31 und 370 mg/100g frischer Roter Bete an. Wie viel genau drin ist, hängt natürlich von vielen Faktoren, wie z.B. der Bodenbeschaffenheit ab.

Ich vermute, dass ich das mit Sicherheit irgendwann mal probieren werde, da es auch nicht teurer ist, als andere Supplements und es mich doch sehr interessiert. Ich bin doch recht neugierig und muss alles mal probieren ;).

 

So, jetzt haben wir an einem faulen Sonntag auch wieder etwas gelernt ;). Habt einen guten Tag und einen noch bessern Start in die neue Woche!

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Food Facts : Fruktosearme Cranberries 

Happy Monday 🙂

Hattet ihr ein schönes Wochenende? Meins war wirklich gut. Es gab Training, Sushi, ganz viel Gespräche und zum Abschluss Football! Viel besser geht’s nicht!

Am Samstag habe ich im Kaufland Cranberries gefunden. Da Cranberries bei Fruktosintoleranz geeignet sind, habe ich schon lange nach frischen gesucht. Auf Grund ihres bitteren Geschmacks sind getrocknete Früchte ja immer nur mit sehr viel Zucker zu kaufen. Da ich mich daraufhin ein wenig mit der Cranberry auseinandergesetzt habe, teile ich einmal, was ich so herausgefunden habe.

Cranberries im Topf

Wissenswertes über Cranberries

Cranberries (Vacciniom macrocarpon) kommen aus Nordamerika und haben von Oktober bis Januar Saison. Statt an Büschen wachsen sie über den Boden kriechend und werden so groß wie Kirschen oder Oliven. Wenn man Cranberries im Supermarkt kauft, sollte man darauf achten, dass sie rubinrot sind, eine glatte Oberfläche haben und keine Flecken oder Runzeln haben und nicht weich sind.

Cranberries sind reich an Pektinen und organischen Säuren. Sie beinhalten Phenolsäure & Gerbstoffe, welche Entzündungshemmend wirken sollen. Oft sagt man, dass der regelmäßige Verzehr von Cranberriesaft Harnwegsinfekten vorbeugen soll. Ob das stimmt ist meines Wissens noch nicht wissenschaftlich belegt. Aber schaden tut’s ja auch nicht (außer dem Geldbeutel).

Gerade für Fruktoseintoleranz sind Cranberries auf Grund ihrer Zuckerzusammensetzung interessant. Auf 100g haben sie 3,3g Glukose und nur 0,7g Fruktose. Zum Vergleich besitzt ein Apfel 3,4g Glukose und 6,9g Fruktose. Da Lebensmittel mit einem höheren Gehalt an Glukose verträglich sind, sieht man hier recht schnell warum der Apfel eine ganz blöde Idee ist, die Cranberries hingegen super sind!

Was tu mit den Cranberries?

gekochte Cranberries

Roh sind Cranberries mehr oder weniger ungenießbar. Ungesüßt ebenso. Ich habe sie also zunächst einmal in etwas Wasser gekocht und mit Traubenzucker und Stevia gesüßt. Da muss schon ordentlich was rein, damit es schmeckt, habe ich festgestellt. Außerdem habe ich noch Zimt mit rein getan.

Dieses ‚Mus‘ kann man dann gut auf’s Oatmeal geben oder aber auf Waffeln, Pancakes etc. Wir haben es am Samstag außerdem im Kokosreis gegessen, was auch recht lecker war.

Saft aus Cranberries

Kocht man die Cranberries in etwas mehr Wasser, so kann man zum Schluss etwas abgießen und hat einen leckeren Cranberriesaft. Sieht nicht nur schön aus, schmeckt auch lecker. Ich habe mir auch mal überlegt, ob man daraus nicht einen Schnaps machen könnte. Eventuell probiere ich das mal aus.

Alles in allem sind Cranberries gerade jetzt in der Rhabarberlosen Zeit eine gute Alternative, was Fructosearme Früchte angeht.

Habt ihr schonmal Cranberries frisch zubereitet?

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