Einfach mal nicht beschäftigt sein 

Ihr kennt das bestimmt auch, man ist ein wenig gestresst, von überall kommen Eindrücke und irgendwie ist man müde, gestresst oder abgelenkt.

Vor kurzem habe ich das Hörbuch ‚Busy‘ angehört. Wie sehr es einfach zum guten Ton gehört beschäftigt zu sein oder keine Zeit zu haben. Tut man einfach nichts oder nimmt sich Zeit zum Entspannen wird man oft schon komisch angeguckt, insbesondere, wenn man viel mit Vielbeschäftigten zusammen ist. Man wirkt faul. 

Mal ehrlich, wie oft habt ihr irgend ein Treffen abgesagt bzw. garnicht erst zugesagt mit der Ausrede, ihr hättet keine Zeit, obwohl ihr eigentlich einfach nur keine Lust habt? 

Ich jedenfalls mache es sooooo oft. Einfach zu sagen, dass man nicht zusagen möchte, weil man Zeit für sich alleine braucht oder möchte ist schwer. Man möchte ja auch Interesse an dem zeigen, was die andere Person vorschlägt. Ein Problem kann aber sein, dass die Person denkt: ok dann frag ich einfach ein anderes Mal nochmal, vielleicht hat sie ja dann Zeit. 

Vornehmen Nr. 1: mehr Ehrlichkeit, wenn es um Absagen geht und dazu stehen, dass ich manchmal einfach mal nichts tue (bzw. oft einfach mal zu Hause für mich Zeit verbringen möchte). 
Das war Teil 1 zu Busy. Der nächste Teil zur Priorisierung folgt 🙂 

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Rückblick April

April, April, macht was er will.

Das kann man definitiv so stehen lassen. Dass ich ein wenig gestresst war, hat man ja bereits im Post von letzter Woche ein wenig mitlesen können. 😉


Die letzten 1-2 Wochen des Monats standen daher für mich im Zeichen „zur Ruhe kommen“. Momentan kann ich sagen, es geht mir gut, ich bin wesentlich entspannter, was auch meiner Fitness sehr zugute kommt. Ich plane mir für alles, was ich mache mehr Zeit ein, als ich intuitiv einplanen würde (ein Tipp aus dem Buch Busy – How to thrive in a world of too much) und ganz wichtig: ich plane! Mein Zimmer ist abends aufgeräumt, meine Kleidung für den nächsten Tag rausgelegt, und meine To Do Liste für den Tag hängt an der Pinnwand. Jeden Abend beende ich um spätestens 21 Uhr mit einer Serie auf Netflix. Mein Handy wird viel öfter weg gelegt und wenn ich zu etwas keine Lust habe oder es mir zu viel ist, sage ich ab.

Stress war aber nicht alles, was im letzten Monat so passiert ist 😉

Ziele für April


In meinem Happiness Planner  reflektiere ich zu jedem Monatsende und setze Ziele und Vorausblicke für den folgenden Monat.

Meine persönlichen Ziele für April waren:

  • Meinen Trainingsplan ggf. an zu passen und zu verbessern
  • 2-3 Blogposts die Woche zu verfassen
  • mich an meinen Trainingsplan halten
  • meine Ernährung gesund zu gestalten
  • an meiner Äußeren Erscheinung zu arbeiten (ordentlicher Aussehen)

Meine beruflichen Ziele waren:

  • Einen Verbesserungsvorschlag auf der Arbeit anzusprechen
  • wöchentlich auf Facebook zu posten
  • mich fort zu bilden
  • einen neuen Kunden zu haben

Bei den persönlichen Zielen, war ich recht erfolgreich. Ich weiß leider nicht mehr, was ich mit dem ersten Punkt gemeint habe und 2-3 Posts die Woche wurden es nicht, aber mindestens einer. Mein Training und meine Ernährung laufen momentan so gut wie schon lange nicht mehr. Das letzte Mal, dass es so gut lief, war zu Anfang des Studiums und das ist nun auch schon ein paar Jahre her. Darüber bin ich darum wirklich extrem glücklich! Daran, dass mein Erscheinen nicht unter dem Motto „My personal style could be described as didn’t expect to get out of the car“ abgestempelt werden kann, habe ich gearbeitet. Ordentlich kleiden liegt nicht in meiner Natur und erfordert tatsächlich Arbeit für mich. Ich sehe sofort, wenn etwas nicht passt, weiß aber nicht, wie ich es ändern kann…

Bei den persönlichen Zielen war ich eeeetwas weniger erfolgreich. Den Verbesserungsvorschlag anzusprechen, habe ich mich nicht getraut. Die Sache mit Facebook auch nicht, bzw. ich habe mich für keinen Content entscheiden können, der meine potentiellen Kunden interessiert, aber ein Plan für Mai ist gefasst. Ich habe mich indirekt fortgebildet, indem ich über Krankheitsbilder im Bezug auf meinen neuen Kunden lernen musste. Also ja und nein 😉

Highlights des Montags

Ein dickes Highlight war definitiv der Poetry Slam. Wir gehen ja zu fast jedem und die letzten Male war es einfach nicht so toll. Dieses Mal aber war die Stimmung so super, die Poeten so toll, dass sie mich dazu inspiriert haben auch einfach mal wieder was zu schreiben, dabei ist das hier raus gekommen.

Außerdem habe ich mehr oder weniger kurzfristig meine Haare noch ein Stückchen abschneiden lassen. Sie sind jetzt ca. zwischen Kinnlänge und Schulterlänge. Die Reaktionen sind gemischt. Einige sagen einfach nichts, da merkt man, dass es ihnen nicht gefällt, andere sagen, dass sie es super finden. Ich für meinen Teil finde es super!

Mein absolutes Highlight, ist wie sich mein Körper den letzten Monat über verändert hat und wie gut ich mich mit meiner guten Ernährung momentan fühle. So kann es weiter gehen 😉

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Einen Schritt zurück 

What you may not know: Ich arbeite zwar nur 30 Stunden die Woche, habe aber mit Sport, dem Trainerdasein, sozialem Leben, meinem Wunsch mit der Selbstständigkeit erfolgreich zu werden, meinem Blog, Instagram und meiner Neigung dazu ständig neue Projekte/ Dinge, die ich tun möchte zu finden inzwischen einen mehr oder weniger voll gestopften Tag und wenig Energie.

Wie war’s früher?

Früher einmal (so vor 2-3 Jahren ca.) bestand mein Leben aus Uni, Zumba & Cheerleading. Dazu kam vielleicht 1x im Monat ein Blogpost. Manchmal weniger. Ich hatte immer alle Termine und Worte aller anderen im Kopf, mein Gedächtnis war super und ich habe nichts lieber getan als tolle Geschenke für andere zu überlegen. All das fällt mir mittlerweile sehr sehr schwer oder ist garnicht mehr drin. Das gibt mir ziemlich zu denken, gerade weil es einfach das ist, was mir Spaß mache und auch irgendwie, was mich ausmacht.

In einer Zeit, in der man auf Instagram, YouTube etc. alle Workaholics sieht, die super erfolgreich sind und voller Energie sind, fällt es schwer, einen Gang runter zu schrauben, vor allem, wenn das was sie haben, eigentlich genau das ist, was du selbst auch willst. Aber wat muss, dat muss:

Persönlichkeitskrams und ich:

Alle, die mich persönlich kenne, wissen, dass ich ein wenig „Besessen“ von den MBTI und 16Personalities bin. Mein daraus resultierender Typ wäre INFP. Wir haben eine nette Facebook Gruppe in der regelmäßig die Sprache auf „Hochsensibilität“ kommt bzw. ein Buch namens „The Highly Sensitive Person“ oder so ähnlich. Da ich ein Hörbuch für die Fahrt zu meinen Eltern gesucht habe und irgendwie nichts gefunden habe, habe ich eins zu dem Thema genommen. Im Grunde war es wohl ein Selbsthilfe/ Entspannungsbuch.   Hier wurde auch ein Fragebogen entwickelt, von dem ich zwar glaube, dass er wenig Aussagekräftig ist, da ich glaube ich demnach fast jeder als „Highly Sensitive“ scoren würde, aber ja, Entspannung und eine Minderung des externen Input kann niemandem schaden, denke ich (daher finde ich die folgenden Tipps ungeachtet dessen, ob ich oder irgendjemand anders tatsächlich sowas wie ‚Hochsensibel‘ ist, ganz gut).

Dinge, die ich gelernt habe, bzw. die mir bewusst gemacht wurden: 

  • Sich selbst an erste Stelle setzen und deswegen kein schlechtes Gewissen haben. 

Es ist so leicht, einfach ja zu sagen, auch wenn man keine Energie oder keine Lust hat. Zwei Mal Sport am Tag ist mir an den meisten Tagen zu viel, Feiern am Wochenende ist mir zu viel und länger als bis 2 Uhr auf bleiben sowieso. Abends in der Küche zu sitzen und zu quatschen ist mir momentan zu viel. Und die tolle Fear of Missing Out sollte man auch begraben können. Klar verpasst man Gelegenheiten Verbindungen mit anderen auf zu bauen, die dann andere erhalten, aber das ist dann leider so.

  • Man muss sich nicht mit Menschen beschäftigen, die einen auf Grund hiervor genannter Aspekte als langweilig bezeichnen. 

Eigentlich sollte das selbstverständlich sein und doch hat man oft das Bedürfnis sich zu beweisen und ebenfalls toll sein zu wollen.

  • Morgen und Abendroutinen entwickeln. Die Wirkungen von Routinen ist absolut nicht zu unterschätzen, der Morgen macht den Tag und der Abend den Schlaf. 

Zum Einen weiß ich, wie unglaublich wichtig es für mich ist auch am Wochenende früh auf zu stehen (nicht ganz sooo früh aber auch nicht erst um 9 oder später) und ebenfalls früh ins Bett zu gehen, zum Anderen werde ich Abends ruhiger, wenn ich mir vorher ca. 1 Stunde abgedunkelt die Zeit nehme mit YouTube oder einem Film runter zu kommen.

  • Tschüss Handy! 

Nein, nicht ganz tschüss. Aber mein Gott ist es entspannend einfach mal das Handy in den Flugmodus zu stellen. Ich gehöre zu den Leuten, die in jeder freien Minute drauf gucken. Der letzte Blick vorm Schlafen gilt immer Social Media. Mittlerweile ist mein Handy tagsüber des Öfteren mal im Flugmodus und auch Abends ab 21 Uhr. Es ist unglaublich! Dazu mache ich es morgens erst im Zug an. Nicht schon wie sonst nach dem Aufstehen.

  • Tschüss Uhr!

Meine Garmin habe ich eigentlich 24/7 getragen und somit immer Kontrolle über Uhrzeit und Kalorienverbrauch gehabt. Da ich meinen Verbrauch eigentlich kenne, werde ich sie jetzt nur noch bei Änderungen im Trainingsplan tragen um neu zu berechnen. Zeit setzt einen unter Druck. Termine müssen natürlich sein, aber die Zeit dazwischen kann man doch super genießen.

  • Kopfhörer

Ich war schon immer ein Fan von Kopfhörern, da sie dafür sorgen, dass man nur die gewünschten Töne hört und die Stimmen quasi im Kopf sind. Ich vermute sie sind nicht ganz so gut für die Ohren, aber gut zum Abschalten, da alles andere um einen herum ausgeschaltet wird. Ich schaue daher nun auch Abends meine Videos über Kopfhörer.

  • Natur und Tiere

Der Herr aus dem Buch sagte, man braucht 5 Umarmungen am Tag. Weil Berührung wichtig ist. Grob geschätzt komme ich auf 1-2 im Monat, da ich weder die Kolleginnen, noch die Menschen im Fitnessstudio umarme. Da Cheerleading aber ein Kontaktsport ist, könnte ich das damit wieder gut machen :P. Was allerdings auch zählt, würde ich sagen, sind Tiere. Wieder mehr ein Grund mal nach einer Wohnung zu suchen, die Tiere erlaubt und das Tierheim des Öfteren zu besuchen. Was an der Natur gut ist, brauche ich ja kaum zu erwähnen 😉

  • Mindful eating/ bewusstes essen

Und vielleicht auch sogar schon bewusstes kochen. Das Handy wird von nun an beim Essen und Kochen (außer für kurze Fotos) aus der Küche verbannt. Ich konzentriere mich nur aufs Essen und auch das Radio ist öfter mal aus.
Wie ist’s bei euch? Braucht ihr etwas mehr Ruhe im Leben? Oder setzt ihr solche Dinge bereits um? 
Ps: dank dem Verbannen meiner Uhr habe ich vorhin die Bahn um 50m verpasst und hatte nun 30 Minuten in der Bahnhofskälte um den Post fertig zu stellen 😉 aber entspannt bin ich! 

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