Ist Intuitive Ernährung gut zum Abnehmen?

Intuitives Essen oder Essen nach Gefühl wird in letzter Zeit immer populärer und Viele berichten davon, wie sie nach vielen Diäten und Jojoeffekten es erst durch intuitives Essen endlich geschafft haben, dauerhaft abzunehmen. Ist intuitives Essen aber tatsächlich eine gute Methode zum Abnehmen?

Vorab einmal : intuitives Essen ist insgesamt absolut erstrebenswert. Als Kinder werden wir mit einem guten Hungergefühl geboren und können intuitiv erkennen, wann wir Essen benötigen und auch welches Essen wir benötigen. Mit diesem Hungergefühl sollten wir in der Regel ein gesundes Körpergewicht erhalten und alle Nährstoffe aufnehmen können. Leider wird dies den meisten von uns im Laufe des Lebens abgewöhnt. Der Grund hierfür sind unter anderem feste Essenszeiten, der Druck den Teller leer zu machen oder generell Vorschriften, was die Nahrungsaufnahme betrifft, ebenso wie der Einsatz von Essen als Belohnung oder das Verbot/ Schlechtmachen bestimmter Lebensmittel.

Wie ist es nun mit dem intuitiven Abnehmen?

Um durch intuitive Ernährung abnehmen zu können muss zunächst einmal eine Voraussetzung gegeben sein: der Körper muss intuitiv ein niedrigeres Gewicht anstreben. Bei Personen, die zum Beispiel durch Stress oder irgendwelche Umstände zugenommen haben, die meiste Zeit ihres Lebens jedoch eher dünn waren oder zumindest ein gesundes Körpergewicht hatten, kann das durchaus funktionieren. Der Intuition kann so wieder zurück zum „Normalgewicht“ verhelfen. Was aber, wenn du als Kind schon eher übergewichtig warst und das erhöhte Gewicht für deinen Körper „normal“ ist? Der Körper möchte sein Fett furchtbar gern behalten und wird vermutlich auch ganz intuitiv Signale geben, die dazu führen dein Fett zu behalten. Auch für Normalgewichtige, die immer normalgewichtig ware, jedoch eine schlankere Figur wünschen, kann es schwierig werden, da der Körper intuitiv einfach kein Bedürfnis hat, Fett abzugeben.

Wenn man sich die meisten Derer anschaut, die durch intuitive Ernährung abgenommen haben, sind es meist Solche, die früher (sehr) schlank waren und aus irgendwelchen Gründen zugenommen haben. Diese haben dann intuitiv wieder zu ihrem Normalgewicht gefunden.

Ist intuitives Essen nun nutzlos?

Nein, absolut nicht. Es ist nur nötig, den Körper und den Kopf erst einmal in einen Zustand zu bringen, in dem das erstrebte Gewicht „normal“ ist. Ein wichtiger Teil von intuitivem Essen ist meiner Meinung nach jedoch auch, sein (gesundes) Gewicht zu akzeptieren und anzunehmen und den eigenen Körper so zu lieben, wie er ist.

Sich intuitiv ernähren zu können ist meiner Ansicht nach ein sehr erstrebenswerter Zustand. Meiner Meinung nach aber nicht unbedingt (für alle) die geeignetste Methode um abzunehmen.

Wie siehst du das?

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Rezept : zuckerfreie und vegane Zitronen-Cookies

Hast du es schon gemerkt? Der Frühling naht! Nach dem super sonnigen Ende der letzten Woche hat das Wetter zwar aktuell wieder Stimmungsschwankungen, aber man merkt doch so langsam, dass es Frühling wird. Zeit also mal wieder für ein nicht ganz so winterliches Gebäck.

Im Bereich fruktosefreies Backen komme ich inzwischen ganz gut mit Kuchen oder Muffins klar. Kekse waren bisher noch immer recht schwer, da Traubenzucker von der Konsistenz her einfach schlecht passt. Nun hatte ich aber einmal Erythrit da und mich daran erinnert, dass meine Mama mir mal Kekse, die mit Erythrit gesüßt waren mitgebracht hatte. Ich bin jetzt geschmacklich eigentlich kein Fan von der Süße, aber in den Zitronenkeksen hat es tatsächlich sehr gut gepasst und die Konsistenz war auch perfekt! Es lohnt sich also, die Kekse einmal nachzumachen.

Was brauchst du?

  • 110 g Alsan (oder andere vollfette Margarine)
  • 110 g Erythrit
  • 2 EL Zitronensaft
  • Abrieb einer Zitrone
  • 2 EL Pflanzendrink
  • 250 g Mehl
  • 1 Prise Salz
  • 1 TL Backpulver

Zunächst schlägst du die Margarine mit Erythrit, Zitronensaft, Zitronenschale und Pflanzendrink schaumig. Dann fügst du das Mehl mit Backpulver und Salz hinzu. Der Teig wird sehr krümelig wirken und du hast wahrscheinlich das Gefühl es müsste noch Flüssigkeit hinzu. Muss es nicht, umso länger du knetest, umso besser wird die Teigkugel.

Diese teilst du nun in 20 kleine Kekse (ca. 2cm hoch) und legst sie auf ein Backblech, welches du wiederum in den auf 180°C vorgeheizten Backofen gibst und ca. 13 Minuten dort drinnen lässt. Dann sind die Cookies auch schon fertig. Meist mag ich ja frisches, warmes Gebäck lieber, ich finde aber diese Cookies schmecken abgekühlt am nächsten Tag am besten.

Was ist eigentlich Erythrit?

Erythrit ist ein Zuckeralkohol, welches eine Süßkraft von ungefähr 70% im Vergleich zu Zucker hat, jedoch fast kalorienfrei ist. Beim Backen kann man daher auch bei benötigten 100 g Zucker auf 70 g Erythrit umrechnen. Man sagt, dass Erythrit besser verträglich ist, als viele andere Zuckeraustauschstoffe, kann jedoch bei übermäßigem Verzehr zu Durchfall führen, was bei Mengen über 10% im Produkt angegeben werden muss. In diesen Keksen werden die 10% locker überschritten, was heißt, dass du sie nicht in übermäßigen Mengen verzehren solltest 😉 Aber das sollte man ja sowieso nicht. Ich hatte jedenfalls mit meinen 6 Cookies am Tag absolut keine Probleme.

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Tag der gesunden Ernährung 2019 – Thema Osteoporose

Der 07.03.2019 ist der vom VFED (Verband für Ernährung und Diätetik) ins Leben gerufene Tag der gesunden Ernährung, in diesem Jahr mit dem Thema Osteoporose. Auf diesem Blog soll es eigentlich eher um Ernährung für mentale Gesundheit und Leistung gehen, allerdings ist die allgemeine Gesundheit auch stark dafür verantwortlich, dass wir uns gut fühlen und die Möglichkeiten, die uns unser Leben bietet, voll auskosten können.

Ich muss sagen, ich finde es absolut super eine Frau zu sein. Es hat in vielerlei Hinsicht einige Vorteile, wenn es jedoch um das Osteoporoserisiko geht, sind wir leider klar benachteiligt. Ab dem 50. Lebensjahr haben wir ein doppelt (!) so hohes Risiko wie unsere männlichen Kollegen, an osteoporosebedingten Knochenbrüchen zu leiden. Schon irgendwie gemein, oder?

Was kannst du selbst beeinflussen?

An deinem Geschlecht kannst du jetzt erstmal nichts tun (okay, kannst du schon, aber das wäre ein anderes Thema), es gibt aber auch Faktoren, die du beeinflussen kannst um so dein Risiko zu verringern:

  • Sport und Bewegung
  • Calcium in der Ernährung
  • Vitamin D durch Sonne und ggf. Supplemente
  • Ausgewogene Ernährung
  • Nichtraucher sein & Alkohol in moderaten Mengen
  • ein gesundes Körpergewicht

Sport sorgt dafür, dass deinem Körper durch die Belastung signalisiert wird dort mehr Knochen zu benötigen. Diese sind im ständigen Auf- und Abbau. Bewegst du dich ausreichend, wächst die Knochendichte und bleibt möglichst lang erhalten.

Dass Calcium für die Knochen wichtig ist, weißt du vermutlich. Vitamin D ist jedoch auch enorm wichtig. Allein schon für die Aufnahme von Calcium im Darm wird Vitamin D benötigt. So kann der Mangel des Einen zum Mangel des Anderen führen. Insgesamt werden für die Knochen jedoch noch viel mehr Nährstoffe benötigt. Eine ausgewogene Ernährung sorgt dafür, dass alle Stoffe vorhanden sind.

Rauchen und Alkohol erhöhen das Risiko für Osteoporose. Alkohol in moderaten Mengen ist nicht so schädlich, du solltest es aber nicht übertreiben.

Auch Untergewicht kann das Risiko erhöhen, da es häufig mit einer geringeren Knochendichte einher geht. Gerade bei starkem Untergewicht durch z.B. Essstörungen oder strikte Diäten kann die Periode ausbleiben, was zu das Risiko stark erhöht. Selbst die 3-Monatsspritze, die zur Verhütung eingesetzt wird, unterdrückt die Periode und erhöht das Risiko, wodurch die Knochendichte in regelmäßigen Abständen gemessen werden sollte.

Was müsstest du essen, um deinen Bedarf zu decken?

Grob gesagt kannst du als Vegetarierin oder Mischköstlerin deinen Bedarf mit 3-4 Portionen von Milchprodukten am Tag decken (ja, Milch ist ernährungswissenschaftlich gesehen eine gute Calciumquelle). Aber auch als Veganerin ist es kein Problem. Du würdest zum Beispiel mit grünem Blattgemüse, wie Spinat oder Grünkohl, Nüssen, Samen, Vollkornprodukten und auch mit Calciumangereicherten Milchersatzprodukten locker deinen Bedarf decken können.

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