Die DGE & die vegane Ernährung

Die DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung) hat am 12.04.2016, also letzte Woche, eeeeeeeendlich ihr aktuelles Positionspapier zur veganen Ernährung veröffentlicht. Wir haben ja auf der Arbeit, wo wir uns aktuell auch sehr mit der veganen (und vegetarischen) Ernährung beschäftigen, lange darauf gewartet, dass es endlich veröffentlicht wird und heute war’s in meinem Postfach ;).

Was steht nun drin?

Im Grunde steht nichts weltbewegendes Neues drin. Zunächst wird angemerkt, dass eine vegane Ernährung im vergleicht zur heutigen in Deutschland gebräuchlichen Mischkost (Allesesser), viele gesundheitliche Vorteile hat. Allerdings ist sie nicht gesünder als eine optimale Form der mischköstlichen Ernährung. Dem stimme ich auf jeden Fall voll und ganz zu. Ich bin mir voll und ganz bewusst, dass ich mit einer ausgewogenen Mischkost mit wenig tierischen Produkten gesünder leben könnte, als mit meiner veganen Ernährung, aber meine Prioritäten sind nunmal eher die Lebewesen und nicht mein optimaler Ernährungszustand, denn gesund ist mir genug, es muss nicht super-optimal-gesund sein. Dem ist sich auch die DGE bewusst und weist darauf hin, dass ethische Aspekte viel häufiger der Grund sind, als gesundheitliche.

Ein Aspekt, den ich teilweise etwas kritisch sehe ist der Punkt vegane Ernährung in der Schwangerschaft oder bei Kindern im Wachstumsalter. Es gibt viele Menschen die ein „wird nicht empfohlen“ als „sollte man auf keinen Fall tun, ist nicht möglich“ interpretieren. Die DGE weist jedoch darauf hin, dass man, sollte man es tun, sich an bestimmten Richtlinien orientieren und Qualifizierte Ernährungsberatung in Anspruch nehmen sollte. Was ich wirklich wichtig finde, denn, sich vegan ernähren geht nicht mal eben so. Gerade, wenn man schwanger ist oder aber das Kind im Wachstum ist. Für eine gute und gesunde Entwicklung ist insbesondere B12 ein wirklich kritischer Aspekt, der auf gar keinen Fall vernachlässigt werden sollte.

Wirklich gut an dem Paper finde ich, dass Empfehlungen für eine gesunde Ausführung der veganen Ernährung gegeben werden. So gibt es Lebensmittelbeispiele für kritische Nährstoffe und wird eine Ernährungspyramide (in Tabellenform) genannt.

Alles in Allem ein, wie ich finde, neutrales Paper, was sich zwar kritisch gegenüber dieser Ernährungsform in gewissen Lebensabschnitten äußert, jedoch positiv zur Gesundheitsförderung gegenüber anderen gebräuchlichen Ernährungsformen und dazu noch Tipps gibt.

Ich find’s gut, vor allem ist es schön von offizieller Seite eine Stellungnahme zu haben, wenn mal wieder jemand ankommt mit „das kann doch nicht gesund sein!“ ;).

Kann es doch!

Ich hoffe ihr hattet einen genauso guten Start in die Woche wie ich. Für mich geht’s gleich noch mit meiner Mitbewohnerin zum Zumba und ich freu mich drauf 🙂

Habt ihr das Paper gelesen? Falls ja, wie ist eure Meinung? 

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2 Kommentare

  1. Ich werde das jetzt gleich mal lesen, denn das Thema Veganismus finde ich äußerst interessant. Selbst wenn ich nur vegetarisch lebe und auf die Herkunft der tierischen Produkte achte, faszinieren mich die gesundheitlichen Aspekte einzelner Ernährungsformen sehr.
    Die durchschnittliche Ernährung hier in Deutschland an Gesundheit zu toppen, kann ich mir gar nicht so schwierig vorstellen. Bei den ganzen Süßigkeiten und Fertigprodukten, die der Supermarkt bietet, wundert es mich also nicht, dass Veganer gesunder leben.
    Liebe Grüße

    1. Ja, der Durchschnittsbürger ernährt sich leider im Großen und Ganzen recht ungesund. Durch die vegane Ernährung fallen die tierischen Fette immerhin weg, von denen der durchschnittliche Mischkästler einfach im Überfluss konsumiert. Würde hier eingespart, so wie z.B. bei der vegetarischen oder flexitarischen Ernährung wäre da gesundheitlich schon viel geholfen! 🙂

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