Gedankensalat: Darf Soja wie Wurst aussehen und so heißen?

Kennt ihr ihn, diesen Spruch „Ich werde nie verstehen warum sich Veganer und Vegetarier Burger und Würstchen nachbauen. Ich bastel ja auch kein Salatblatt aus Hack“? Bestimmt schonmal gehört. Versteht mich nicht falsch, ich finde Veganerwitze und so auch meistens ziemlich witzig. Das Problem ist nur, dass die Fleischesser diesen Kommentar tatsächlich nicht witzig meinen sondern bitter ernst. Irgendwie scheinen sie sich (meist männlich) in ihrer Männlichkeit gekränkt zu fühlen, wenn die „verweichlichten“ Pflanzenfresser ihre Pflanzen so herstellen, dass sie ihrem Statussymbol dem Fleisch ähneln. So in etwa kommt es meist rüber. Ich kann mir auch anders nicht erklären, warum es jemanden stört, dass wir statt getötetem Tier Soja oder Weizen in die Wurstpelle stopfen.

Zu Burgern und Würsten

Betrachten wir doch zunächst einmal die Wurst und den Burger. Sehen dem Tier nicht besonders ähnlich und sind auch nicht so gewachsen sondern bestehen aus zermahlenem Fleisch oder Fleischresten, die in eine bestimmte Form gebracht wurden. Denkt man mal genauer nach, könnte man auch sagen, dass die Fleischesser mit Würsten eventuell sogar Zucchini, Gurken oder Möhren imitieren, die tatsächlich von Natur aus diese Form haben. Machen wir aber nicht. Warum auch?

Insgesamt haben die Formen einen sehr praktischen Nutzen. Macht also doch Sinn, dass das Sojagemisch ebenfalls in diese tollen Formen gebracht wird. Und wenn jetzt hier jemand mit dem „Gesundheitsfinger“ zeigt, dass das vegane und vegetarische Ersatzzeug soooooo ungesund ist: dat is die Wurst und der Burger auch. Es geht hier gerade pur um den Vergleich. Und da sind wir gesundheitstechnisch auf einem Niveau, wenn nicht sogar pflanzlich gesünder unterwegs.

Dann der Name: soll ja jetzt durchgesetzt werden, dass er nicht mehr Wurst heißen darf, der Sojafraß. Es ist schon erstaunlich, dass es so furchtbar ist, wenn pflanzliche Produkte den gleichen Namen haben wie eine gute deutsche Wurst, es aber vollkommen legitim ist unsere Exkremente namentlich damit zu vergleichen. Also lieber dass unsere Kacke genauso heißt, als ein anderes Lebensmittel. Super. Die Fleischwurst wird in den Darm gesteckt, die „Knackwurst“ wird aus dem Darm rausgepresst. So gesehen macht es ja irgendwie schon wieder Sinn.

Dann darf die Sojawurst aber bitte nicht so schmecken wie (stark gewürztes) Fleisch (mit Haufenweise Zusatzstoffen). Ich sage besser niemandem, dass ich meine Sojaschnetzel oft mit einer Gyrosgewürzmischung würze…

Warum stört es?

Da frage ich mich wieder. Warum stört es? Welchen Nachteil haben andere Personen davon, wenn es im Supermarkt Produkte gibt, die so aussehen wie Fleisch, ansatzweise so schmecken wie Fleisch und einen vergleichbaren Namen haben? In der Regel ist deutlich zu erkennen, dass es sich nicht um Fleisch handelt, also ist Verwechslungsgefahr eigentlich ausgeschlossen. Ein Fleischesser hat überhaupt gar keinen Nachteil davon. Es kostet ihn nichts, und seinem Futter essen wir auch kein Essen weg. Denn essen wir kein Fleisch, werden weniger Pflanzen verbraucht, dementsprechend bleibt eigentlich sogar mehr Futter für sein Futter. Außerdem Wasser, vieeeeeel mehr Wasser. Eigentlich haben alle Vorteile davon, wenn sich jemand vegetarisch oder vegan ernährt (mal abgesehen von den überforderten Gastgebern…). Also frage ich mich immer noch, wo liegt das Problem?

Gedankensalat Ende.

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Food Facts : Fruktosearme Cranberries 

Happy Monday 🙂

Hattet ihr ein schönes Wochenende? Meins war wirklich gut. Es gab Training, Sushi, ganz viel Gespräche und zum Abschluss Football! Viel besser geht’s nicht!

Am Samstag habe ich im Kaufland Cranberries gefunden. Da Cranberries bei Fruktosintoleranz geeignet sind, habe ich schon lange nach frischen gesucht. Auf Grund ihres bitteren Geschmacks sind getrocknete Früchte ja immer nur mit sehr viel Zucker zu kaufen. Da ich mich daraufhin ein wenig mit der Cranberry auseinandergesetzt habe, teile ich einmal, was ich so herausgefunden habe.

Cranberries im Topf

Wissenswertes über Cranberries

Cranberries (Vacciniom macrocarpon) kommen aus Nordamerika und haben von Oktober bis Januar Saison. Statt an Büschen wachsen sie über den Boden kriechend und werden so groß wie Kirschen oder Oliven. Wenn man Cranberries im Supermarkt kauft, sollte man darauf achten, dass sie rubinrot sind, eine glatte Oberfläche haben und keine Flecken oder Runzeln haben und nicht weich sind.

Cranberries sind reich an Pektinen und organischen Säuren. Sie beinhalten Phenolsäure & Gerbstoffe, welche Entzündungshemmend wirken sollen. Oft sagt man, dass der regelmäßige Verzehr von Cranberriesaft Harnwegsinfekten vorbeugen soll. Ob das stimmt ist meines Wissens noch nicht wissenschaftlich belegt. Aber schaden tut’s ja auch nicht (außer dem Geldbeutel).

Gerade für Fruktoseintoleranz sind Cranberries auf Grund ihrer Zuckerzusammensetzung interessant. Auf 100g haben sie 3,3g Glukose und nur 0,7g Fruktose. Zum Vergleich besitzt ein Apfel 3,4g Glukose und 6,9g Fruktose. Da Lebensmittel mit einem höheren Gehalt an Glukose verträglich sind, sieht man hier recht schnell warum der Apfel eine ganz blöde Idee ist, die Cranberries hingegen super sind!

Was tu mit den Cranberries?

gekochte Cranberries

Roh sind Cranberries mehr oder weniger ungenießbar. Ungesüßt ebenso. Ich habe sie also zunächst einmal in etwas Wasser gekocht und mit Traubenzucker und Stevia gesüßt. Da muss schon ordentlich was rein, damit es schmeckt, habe ich festgestellt. Außerdem habe ich noch Zimt mit rein getan.

Dieses ‚Mus‘ kann man dann gut auf’s Oatmeal geben oder aber auf Waffeln, Pancakes etc. Wir haben es am Samstag außerdem im Kokosreis gegessen, was auch recht lecker war.

Saft aus Cranberries

Kocht man die Cranberries in etwas mehr Wasser, so kann man zum Schluss etwas abgießen und hat einen leckeren Cranberriesaft. Sieht nicht nur schön aus, schmeckt auch lecker. Ich habe mir auch mal überlegt, ob man daraus nicht einen Schnaps machen könnte. Eventuell probiere ich das mal aus.

Alles in allem sind Cranberries gerade jetzt in der Rhabarberlosen Zeit eine gute Alternative, was Fructosearme Früchte angeht.

Habt ihr schonmal Cranberries frisch zubereitet?

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Gedanke: Macht gesundes Essen Spaß?

Herzlichen Glückwunsch. Ihr werdet nun Zeugen dessen, was sich in meinem Gehirn abspielt. Erwartet keine Struktur, vielleicht nicht einmal Sinn, dafür aber eventuell ein bisschen Unterhaltung und Anregung zum Nachdenken.

Eine Info vorab, mein Gedankengang ist nicht weiter recherchiert, sondern beruht auf dem Vertrauen darauf, dass die Dinge, die Giulia Enders in Darm mit Charme (<– Ich LIEBE es!!!) von sich gibt, den Tatsachen entsprechen. Sie studiert schließlich Medizin und ist auch sonst sehr sympathisch, dank ihrem Interesse an unserem Verdauungstrakt. Solltet ihr noch keine Kenntnis mit dem Buch gemacht haben, kann ich es euch herzlichst empfehlen. Im Idealfall als Hörbuch!

Warum gesundes Essen glücklich macht…

Ich wette jeder von euch, der sich mit gesunder Ernährung oder einem gesunden Lifestyle beschäftigt und diesen auch teilweise lebt, hat schon einmal zu hören bekommen, dass eine gesunde Ernährung restriktiv ist und den Spaß im Leben versaut. Eigentlich müssten Leute, die nur gesunde Dinge essen doch schlechte Laune haben. Essen muss doch Spaß machen. Und ob ihr nun gesund oder ungesunde Dinge macht, beide Sorten machen ja auf ihre Weise Spaß. Bei den ungesunden Dingen merkt man es nur nicht direkt.

Ungesundes Essen macht Spaß, weil …

…es im Augenblick des Konsums befriedigt. Es löst Glücksgefühle aus, es schmeckt super, In vielen Fällen ist es auch sozial förderlich. Wir hatten doch sicher alle schonmal einen Abend, wo wir mit Freundinnen Pizza gegessen, eventuell noch einen leckeren Nachtisch hatten, was leckeres getrunken haben und wir hatten Spaß. Sehr viel sogar. Für den Moment und die Erinnerung daran.

Gesundes Essen macht Spaß, weil…

…wer jetzt erwartet hat, dass hier ein „man muss es sich nur schön herrichten, gut würden etc“ kommt, liegt ein bisschen falsch. Natürlich macht das auch Spaß, aber der Punkt auf den ich hinaus will ist folgender: Der Darm und seine Bewohner, die Mikroorganismen haben einen starken Einfluss auf unser wohlbefinden. Die sogenannte Innere Mitte kann für sowohl gute, als auch schlechte Stimmung sorgen. Und das merken wir nichtmal. Man kennt das, wenn man gestresst ist, ist der Darm manchmal unglücklich. Genauso geht es aber auch andersrum, ist der Darm, bzw. die Darmflora nicht so glücklich, so kann es passieren, dass wir leichter reizbar, melancholischer oder in sonstiger schlechter Stimmung sind. Genauso kann sich eine gesunde und glückliche Darmflora für eine gute Stimmung einsetzen. Liebe geht durch den Magen, Glück geht durch den Magen.

Fazit

Ungesundes Essen macht auf kurze Sicht glücklich, langfristig kann es eher für das Gegenteil sorgen, wodurch wir dann wieder zu ungesundem Essen greifen (um die Stimmung kurzfristig wieder auf zu hellen – ein Teufelskreis). Gesundes Essen hingegen, mag auf den ersten Blick nicht so toll erscheinen, wenn man sich aber beim Essen bewusst macht, was das Essen alles Gutes für unseren Darm, unsere Stimmung und unseren Körper tut, dann ist es toll. 🙂 So funktioniert das jedenfalls bei mir. Mal abgesehen davon, fühlt es sich einfach super an, einen gesunden Körper zu haben. Gerade nach langer Zeit mit Bauchbeschwerden, die nun dank der Vermeidung von Fruktose weg sind, kann ich sagen, wie unglaublich gut es sich anfühlt, wenn es dem Bauch gut geht! Natürlich heißt das nicht, dass man nur gesundes Essen zu sich nehmen soll. Die Balance macht. 80% gesund, 20% ungesund halte ich für ideal.

Damit wären wir dann auch schon am Ende meiner fotofreien Laberstunde angekommen. Ich wünsche euch allen ein tolles Wochenende! Genießt das tolle Herbstwetter und wir lesen uns am Montag wieder <3

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