Selbstwirksamkeitserwartung

Kennst du Menschen, die häufig pessimistisch sind, die sich oft in der Opferrolle sehen und glauben sie haben keinen Einfluss auf Dinge? Solche Personen fühlen sich oft von Anderen abhängig und glauben keine Optionen zu haben. Im Coachingbereich wären das die Kandidaten, für die Arbeit an der Selbstwirksamkeitserwartung, die eigentlich nichts anderes Bezeichnet, als den Glauben in die eigenen Fähigkeiten Einfluss zu nehmen. Person A fährt mit dem Zug und ist vollkommen überfordert damit, wenn die Fahrt nicht funktioniert wie geplant. Person B ist entspannt in der Bahn und weiß (wenn auch noch nicht wie), dass sie einen Weg findet wird, mit der Situation umzugehen, wenn die Fahrt nicht läuft wie geplant. Ob sie nun jemanden sucht, der ihr alternative Verbindungen zeigen kann, ob sie sich selbst online informiert oder ob sie einfach spontan den Plan ändert und die Wartezeit auf den verpassten Anschlusszug dazu nutzt ein nettes Café zu besuchen und dort eine gute Zeit zu haben. Was glaubst du, wer von beiden wohl die höhere Selbstwirksamkeitserwartung und auch eine deutlich entspanntere Fahrt hat?

Mit Sicherheit gibt es auch bei dir Situationen, bei denen du weißt, egal was passiert, du kriegst das hin. Ob es darum geht die Situation komplett zu lösen oder einfach emotional mit den Konsequenzen umgehen zu können. Personen die allgemein eine höhere Selbstwirksamkeitserwartung haben, könnte es zum Beispiel leichter fallen, sich von nicht mehr für sie passenden Beziehungen oder Jobs zu trennen, da sie die Überzeugung haben, danach gut klar zu kommen und einen anderen Weg zu finden.

Selbstwirksamkeit im Coaching und in der Beratung

Im Coaching, aber auch in der Ernährungsberatung ist die Selbstwirksamkeitserwartung eins der wichtigsten Themen. Du kannst dir sicher vorstellen, dass jemand, der nicht daran glaubt eine Diät durchführen zu können, diese auch nicht durchführen wird. Der Coach kennt hier die richtigen Fragen, um herauszufinden, ob die Selbstwirksamkeit ein Punkt ist, an dem zu arbeiten wäre.

Wie kannst du deine Selbstwirksamkeitserwartung erhöhen?

Stell dir einmal eine Situation vor, in der du nicht weißt, wie du sie bewältigen sollst. Vielleicht ist es etwas, wovor du Angst hast, weil du nicht weißt, was dich erwartet oder du glaubst, dass deine Fähigkeiten nicht ausreichen. Es muss auch nichts großes sein.

Überlege dir nun, ob es schon einmal eine Situation gab, die bestimmte Ähnlichkeiten mit der jetzigen Situation hat. Gehe diese Situation noch einmal Schritt für Schritt durch. Welche deiner Eigenschaften und Fähigkeiten hast du eingesetzt um diese Situation zu bewältigen? Wichtig ist, dass du auf deine eigenen Fähigkeiten schaust und nicht auf Dinge, auf die du keinen Einfluss hattest. Zum Beispiel nicht: du hast deinen Regenschirm vergessen und hattest Glück, weil die Sonne scheint. stattdessen: du bist ohne Regenschirm losgezogen, hast aber deine eigene Kreativität eingesetzt und dir aus den Materialien, die du dabei hattest, selbst einen Regenschirm gebastelt. Beim zweiten Beispiel hast du deine Fähigkeit Kreativität genutzt. Im ersten Beispiel hattest du keinen Einfluss.

Hast du eine passende Situation gefunden und deine Fähigkeiten oder Eigenschaften, die dir geholfen haben identifiziert? Versuche nun diese für die bevorstehende Situation einzusetzen. Hierbei darfst du ruhig kreativ werden. Oft ist es garnicht mal so offensichtlich, welche Fähigkeiten dir wie nutzen können.

Zusätzlich kannst du dir auch einmal allgemein deine Fähigkeiten und Eigenschaften ins Bewusstsein rufen und bei schwierigen Situationen überlegen, wie dir diese helfen könnten. Am Anfang ist das vielleicht noch etwas schwer, aber mit der Zeit wirst du immer geübter darin.

Wie schätzt du selbst deine eigene Selbstwirksamkeit ein?

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Was würdest du tun, wenn du 1.000.000 € gewinnen würdest?

In meinem Alltag stelle ich mir immer mal wieder „Was wäre wenn?“ Fragen. Nicht aus einem tieferen Sinn heraus, sondern einfach, weil es mir gerade so in den Kopf kommt. Kürzlich habe ich mich gefragt, was ich tun würde, wenn ich 1.000.000 € gewinnen würde. Diese Frage kam mir schon öfter in den Sinn und die Antworten haben sich im Laufe des Lebens etwas geändert. Vor einigen Jahren noch, kamen mir meist Materielle Dinge in den Sinn oder Menschen, denen ich etwas davon ermöglichen wollte.

Die letzte Zeit beschäftige ich mich sehr damit, wie ich weiter leben möchte, wo ich beruflich hin möchte etc.. Die Dinge, die mir als erstes in den Sinn kamen, als ich darüber nachdachte, waren daher auch nicht so verwunderlich.

Hypothetische Fragen oder auch „Wunderfragen“ helfen ganz gut dabei zu erkennen was man möchte oder auch, wie man dorthin kommt.

Wenn du dir vorstellst, dass du finanziell unabhängig bist und dein Leben ganz genau so gestalten kannst, wie du möchtest, wird dir schon einmal schnell klar, welche Bereiche in deinem Leben so bleiben könne und welche vielleicht angepasst werden müssten.

Du hast also nun herausgefunden, welche Aspekte in deinem Leben anders sein sollen und hast auch eine genaue Vorstellung, wie sie sein sollten. Stell dir nun einmal vor, du seist an deinem Ziel angekommen. Du wachst morgens auf und dein Leben ist so, wie du es dir idealerweise vorstellst. Deiner Phantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt (abgesehen von unmöglichen Vorstellungen, wie dass du auf einmal 1,75m groß bist, obwohl du nunmal 1,60m bist). Du hast also ein klares Bild, du weißt, wie dein Tagesablauf aussieht, wo du wohnst, mit dem du dort wohnst, was du isst, was du siehst, was du riechst. Versuche alle deine Sinne bei dieser Vorstellung mit einzubeziehen.

Genau jetzt, stellst du dir vor, eine gute Fee hätte dir dieses Leben beschert. Allerdings kann diese Fee nicht schwups alles ändern, sondern hat dies Schritt für Schritt gemacht. Was wäre wohl der erste Schritt gewesen, den die Fee für dich unternommen hat?

Du ahnst es vielleicht schon. Jetzt bist du dran diesen Schritt zu nehmen. Finde für dich heraus, was dich aktuell noch davon abhält diesen Schritt zu nehmen und was passieren müsste, damit du ihn nimmst. Wenn es für dich unwahrscheinlich ist, diesen Schritt zu gehen, wäre vielleicht ein noch kleinerer Schritt der erste.

Mein kleiner erster Schritt war es, meinen Blog wiederzubeleben und einen Beitrag zu veröffentlichen. Die Schritte müssen nicht groß sein, aber du musst sie tun, so klein sie auch sind und so schwer sie auch scheinen. 🙂

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