Offline 50/10

Alles begann Samstag Morgen. Ich bin wie jeden Samstag zum Training gefahren, kam an und sehe, in unserer Halle campen Menschen. Also erstmal hingehen, klären was hier los ist, feststellen, dass ein anderes Team für die Pfingsttage ein Trainingslager hat und die Hallen alle besetzt sind. Leider ist die Nachricht mal wieder nicht bei uns angekommen. Es blieb also nichts anderes übrig, als die Kinder wieder nach Hause zu schicken und das Training abzublasen.

Zurück zu Hause habe ich einen Podcast gehört, in dem es darum ging, produktiver zu arbeiten. Es wurde von der 50/10 Regel gesprochen. 50 Minuten konzentriert arbeiten, 10 Minuten Pause machen. Zu dem Zeitpunkt hatte ich mir natürlich schon vorgenommen, das für die kommende Woche auszuprobieren. Kurz danach waren meine Gedanken bei Domian, der in einer Folge von Gedankentanken davon erzählt hat, dass er regelmäßig in einen einsamen Wald fährt, ohne Kontakt zu anderen Menschen und sich ausschließlich mit Wandern und seinen Gedanken beschäftigt. Als introvertierter Mensch kommt mir die Vorstellung wie der Himmel auf Erden vor. Kombiniert habe ich die beiden Gegebenheiten in ein Wochenende mit der 50/10 Regel quasi andersrum. 50 Minuten ohne Handy und Laptop, 10 Minuten mit.

Nach ein paar Runden hatte ich schon fast gar keine Lust mehr, die 10 Minuten mit dem Handy zu nutzen. Zunächst habe ich es noch an gemacht, kurz geguckt, aber schon bevor die 10 Minuten um waren, die nächsten 50 Minuten angestellt. Irgendwann habe ich es auch einfach liegen lassen.

Man muss dazu sagen, dass ich normalerweise alle ca. 2 Minuten auf mein Handy gucke. Ich nehme es mit in die Küche, auf die Dachterasse, überall hin. Es ist immer bei mir. Samstag bin ich das erste Mal seit Ewigkeiten ohne Handy aus dem Haus gegangen. Ich habe ja schon den Gedanken im Kopf, es könnte was passieren. Was ist, wenn mir irgendwas passiert, wenn ich was weiß ich Kreislaufprobleme bekomme, mir den Fuß umknicke und nicht mehr laufen kann (noch nie in meinem Leben ist mir auch nur eine dieser Sachen passiert, aber man weiß ja nie) und dann habe ich kein Handy dabei und kann niemanden kontaktieren. Ich bin also ohne Handy aus dem Haus. Nichts passiert. Alles gut.

Am nächsten Tag habe ich auf dem Weg zum Sport das Handy in der Tasche gelassen. Meistens habe ich es in der Hand, wenn ich unterwegs bin, da ich in der Regel den ganzen Tag über in Kontakt stehe. Ich habe es nicht vermisst.

Es ist inzwischen Montag, mein Handy fühlt sich eher wie Feind, statt Freund an. Die Nachrichten, die sonst wie kleine Buttons auf dem Display auftauchen habe ich vollkommen aus gestellt. Ich sehe nur neben dem Icon, ob ich Mitteilungen habe und wenn ich Lust habe, klicke ich drauf um zu sehen, was los ist. Wenn man das Handy sowohl privat, als auch für die Arbeit (und dazu zähle ich auch das Trainieren von 50 Teenagern, die selbst und deren Eltern fast mehrmals täglich Fragen haben), sind ca. 80% der Nachrichten, die ich erhalte nicht freudige Nachrichten von Freunden, sondern wirklich Arbeit. Man verlangt nach Antworten. Nach Taten. Ich habe überlegt, ob ich mir ein „Arbeitshandy“ anschaffe, welches ich außerhalb meiner „Bürozeiten“ ausschalten kann. Eine Sim Karte habe ich bereits, aber mein altes Handy ist leider nicht Whatsappfähig und das ist für ein Arbeitshandy tatsächlich eher unpraktisch.

 

Wie enorm entspannend das Wochenende für mich war, habe ich am Yoga gemerkt. Die ganze Zeit hatte ich beim Krafttraining Schmerzen in der Hüfte. Ich habe versucht ein wenig Yoga zu machen um es etwas zu lockern. Ich konnte in einer Dehnung nichtmal aufrecht sitzen und musste zurücklehnen, weil die Dehnung in der Hüfte zu sehr schmerzte. Heute habe ich die gleiche Übung noch einmal gemacht. Alles war locker und ich konnte mich leicht komplett nach vorn beugen ohne jegliche Schmerzen.

Ich bin gespannt, wie lange ich es schaffe, mein Handy und Social Media weniger zu nutzen. Ich habe das Wochenende definitiv gemerkt, wie gut es mir tut!

 

Benutzt ihr euer Handy auch viel zu viel? Habt ihr Tipps um es weniger zu nutzen? Habt ihr vielleicht sogar ein Arbeitshandy und ein privates?

 

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Erkältung, was tun und was nicht?

Dieser wunderbare Moment, wo du bei deinen Eltern sitzt und vergessen hast, welchen Post du für diesen Montag eingeplant hattest.

Und dazu noch gerade aus dem Fenster schaust und feststellst, dass es schneit… (so mal nebenbei).

Da ich aktuell dabei bin eine Erkältung an dem Ausbruch zu hindern, dachte ich, es wäre doch mal interessant zwei Mittelchen, die immer und überall empfohlen werden, auf den Grund zu gehen.

1. Zitronenwasser

Fangen wir doch einmal mit meinem liebsten und sehr oft gesehenen Superfood an. Wie oft sehe ich irgendwelche Health Influencer, die ein heißes Wasser mit ausgepresster Zitrone (in der Regel für Detox) anpreisen? Auch bei Erkältungen sieht man oft die heiße Zitrone. Gründe hierfür sind folgende: heiße Getränke werden grundsätzlich immer bei Erkältungen angeraten. Zitrone wird wegen des Vitamin C zugefügt. Rein wissenschaftlich ist hier allerdings bisher noch nicht ganz so viel dran. Erstens gibt es bisher keinen Hinweis, dass isoliertes Vitamin C überhaupt irgend einen Effekt auf Erkältungen hat (erst recht nicht kurativ, wenn überhaupt präventiv), zweitens ist Vitamin C sehr hitzeempfindlich und heißes Wasser sehr heiß. Mehr Vitamin C hat man also, wenn man die Zitrone enfach isst. Oder aber man isst andere Zitrusfrüchte. Orangen und Kiwi haben kaum weniger Vitamin C als Zitronen und sind um einiges weniger sauer 😉

2. Vitaminpräparate

Das nächste Mittel, auf das viele viele zugreifen, sind einzelne Vitaminpräparate mit einem Vitamin. Das wohl am meisten gebrauchte wird auch hier Vitamin C sein. Aber auch andere Vitamine werden als einzelne Präparate genutzt. Nun ist der Körper jedoch ein komplexes Ding, in dem alles irgendwie zusammenhängt. Ein einzelnes Vitamin ohne seine anderen nötigen Vitamin- und Mineralfreunde, sowie Enzyme und Hormone ist schlichtweg nutzloser Abfall, der wieder ausgeschieden wird. Ebenso ein „mehr“ an Vitamin C als benötigt ist Abfall.

Vergleichen wir das Ganze mal mit einem Blogeintrag. Ich habe eine Idee, ich habe eine Tastatur, einen Computer, eine Maus, meine Hände. Nun komme ich aber noch nicht weit, denn mir fehlt Strom. Also Supplementiere ich „Strom“ oder Vitamin C. Jetzt habe ich den Computer an. Schön. Nun ist aber der Bildschirm nicht mit dem Computer verbunden und ich komme immer noch nicht weiter. Damit ich meinen Blogeintrag schreiben kann benötige ich enen funktionierenden Computer, alle notwendigen Kabel und verbidnungen und Programme. Alles muss vorhanden sein und einwandfrei funktionieren.

Nun ist es für viele einfacher festzustellen, dass das Verbindungskabel vom Bildschirm nicht eingesteckt ist, als heraus zu finden, welche Vitamine oder andere Stoffe dem Körper genau fehlen. Möglichkeiten gibt es hier folgende: ein Blutbild erstellen lassen (wahrscheinlich am sichersten), die Ernährung von einer Fachkraft checken lassen um zu sehen ob die Aufnahme stimmt oder aber einen nicht so hoch dosierten Vitamin/ Mineralstoff komplex zu nehmen. Die meisten, die das hier lesen, werden irgend einen Bezug zu Gesundheit und gesunder Ernährung haben und vermutlich allerhöchstens nicht alle Vitamin- oder Mineralstoffempfehlungen erreichen. Wenn man bestimmte Einschränkungen der Ernährung hat, ist es oft ebenfalls leicht, gewisse Stoffe, die sicher fehlen zu identifizieren und so ergänzen zu können.

Die beste Prävention?

Ein gesunder Lebensstil. Punkt. Ausrufezeichen.

  • Eine ausgewogene und Abwechslungsreiche Ernährung mit vielen Farben, vielen Ballaststoffen und möglichst unverarbeiteten Produkten. Tiefkühl Obst/ Gemüse enthält oft mehr Nährstoffe als frisches.
  • Ausreichend trinken! Die Gründe hierfür muss ich hoffentlich nicht nennen. Aber auch in der kalten Jahreszeit, wo man nicht mehr dieses Durstgefühl zum Abkühlen hat, sollte viel getrunken werden. Warum also nicht durch die Welt der vielen tollen Tees durchprobieren?
  • Sportliche Aktivität. Muskeln schützen, Muskeln wärmen. Zudem wirkt Sport stresslindernd und Stress ist ein ziemlich großer Faktor, was die Schwächung des Immunsystems betrifft.
  • Entspannung! Wie bereits erwähnt schwächt Stress das Immunsystem sehr. Ausreichend Entspannung zum Beispiel am Abend vorm Schlafen oder vielleicht am Sonntag macht schon sehr viel aus.
  • Rechtzeitig auf den Körper hören. Wenn man das Gefühl hat, es bahnt sich etwas an, dann ist das die Zeit, zu der man etwas zurücktreten sollte. Ein „ach ich bin doch noch gesund genug zum Sport machen“ erhöht die Chance des Krankwerdens drastisch.

Und jetzt bleiben wir hoffentlich alle verschont diesen Winter und restlichen Herbst 😉

 

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Fitness Friday : Yoga Challenge

Ich überlege gerade, ob ich statt Fitness Friday einfach mal FF schreiben soll. Irgendwie bin ich doch ein wenig faul und kein Fan von langen Überschriften. Aber ich weiß auch nicht. FF klingt doch irgendwie auch komisch. Vermutlich lasse ich es erst einmal so. Oder laxe das „Fitness Friday“ ganz weg? Man könnte ja auch eine Kategorie ernennen und das reicht dann so? Ich weiß es nicht. Mal sehen.

Zum eigentlichen Thema. Da ich noch immer nicht wieder 100% gesund bin (ja das hat man davon, wenn man zu früh wieder arbeiten und zum Sport geht) und ich zumindest auf Fitnessstudio und Zumba noch verzichte, das Cheerleading habe ich wieder angefangen, da ich dummerweise mein Team nicht im Stich lassen möchte, kam mir die Idee ruhiges Yoga zu machen. Auf der Suche nach einem geeigneten Video (in der Regel mache ich die von Tara Stiles oder Teshia Maher), das ich noch nicht gemacht habe, bin ich auf die Yoga Challenge gestoßen, von der ich schon einmal gehört hatte. Also habe ich mir gedacht, warum nicht.

Die einzelnen Challenge Tage gehen 20-30 Minuten lang und sind für Anfänger super geeignet. Man wird langsam und sanft an Yoga heran geführt. Ich persönlich fühle mich nach jeder Session wirklich gut. Freitag ist Tag 5 an der Reihe (Donnerstag habe ich es leider vergessen) und ich freue mich.

Meine Gründe für die Yoga Challenge: 

  • Entspannung: Ich merke sehr, dass ich die letzte Zeit wieder sehr angespannt bin, gerade mein Kiefer ist tagsüber sehr angespannt und meine Tics (ja ich habe so schöne Tics im Gesicht) sind relativ stark. Yoga führt dazu, dass ich abschalte, ich bin im Hier und Jetzt. Ich habe auch gemerkt, dass es mir nach einem Streit mit einem Freund nach einer kleinen YogaRunde sofort besser ging.
  • Kräftigung: Yoga dient zwar in den Augen der Meisten eher der Dehnung, jedoch sind viele Übungen sehr kräftigend. Besonders an Stellen, die beim Krafttraining der großen Muskelgruppen vernachlässigt werden. Genau wie Stabilisationstraining (welches auch ein großer Teil von Yoga ist) werden hier verschiedene versteckte Bereiche beansprucht. Planks und Formen von Liegestütz sind im Yoga keine Seltenheit und fördern die Stabilität des Rumpfbereiches und der Schultermuskulatur
  • Selbstdisziplin: Disziplin ist etwas, was mir sehr sehr schwer fällt und Challenges sind für mich eine Übung, diese zu verbessern.

Macht noch jemand Yoga oder hat schon einmal die Yoga Challenge gemacht?

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