Zyklustraining = Frauenpower

Happy Monday liebe Menschen!

Da wir heute alle sicherlich hochmotiviert in die neue Woche starten, dachte ich wir machen heute mal eine kleine Exkursion in Richtung Trainingspläne. Ich meine es schon einmal erwähnt zu haben, dass ich einen neuen Trainingsplan bekomme. Zunächst einmal zu den Hintergründen. Ich bin ein furchtbar ungeduldiger Mensch und schaffe es selten meine Trainingspläne durch zu ziehen und mich nur auf ein Ziel zu fokussieren. Ich dachte daher, ich rede mal mit dem Trainer und frage, was ich am sinnvollsten machen kann. Denn wenn mir jemand kompetentes sagt, was ich tun soll, höre ich schonmal eher drauf. Besagter Mensch machte mich auf ein Zyklustraining aufmerksam, welches sich am weiblichen Zyklus orientiert. Fand ich sehr interessant und habe sofort einen Termin mit der Trainerin ausgemacht, die die Trainingspläne dazu schreibt.

Hintergrundgedanke ist es, dass Frau während bestimmter Zyklusphasen besser Muskeln aufbauen kann und sich diese Phasen daher für den Muskelaufbau eignen und die andere für den Fettabbau.

Für diejenigen, die es interessant finden, hier ein kleiner Ausflug in den Hormonhaushalt und was die so tun. Augenmerk liegt auf Östrogen und Progesteron.

Östrogen hat zwei tolle Wirkungen: 1. es sorgt für mehr Insulin, welches eine anabole Wirkung hat (sprich, fördert Muskelaufbau) 2. es stimuliert das Wachstumshormon IGF

Progesteron hat ebenfalls zwei Wirkungen, allerdings für unser Ziel eher weniger tolle: 1. es wirkt katabol 2. es behindert die Anatolen Wirkungen von Östrogen.

thumb_IMG_1770_1024

Zur Verdeutlichung habe ich euch ein schönes Bildchen gemalt :P. Hier der Fall ohne hormonelle Verhütung. Vor und während dem Eisprung ist der Östrogenhaushalt höher als der Progesteronhaushalt. Diese (rund 14) Tage sollten also recht effizient für den Muskelaufbau sein. Nach dem Eisprung steigt der Progesteron Wert stark an und hindert somit die anabole Wirkung. Hier wäre dann entweder eine Trainingspause oder aber Fettabbau gut möglich.

thumb_IMG_1769_1024

Nimmt man allerdings die Pille, in diesem Falle eine Kombipille mit Progesteron und Östrogen, sieht das Ganze schon ehr viel anders aus. Hier hätten wir also durchgehend einen sich auf den Muskelaufbau negativ auswirkenden Hormonspiegel.

Voraussetzung hierfür ist, dass man der Seite, auf der ich diese Spiegel gefunden habe, glauben kann. Macht aber Sinn für mich, auf jeden Fall der Teil während der Pille. Ich könnte mir vorstellen, dass Progesteron während der Pause vielleicht dann doch wieder unters Östrogen sinkt.

Wie sieht mein Trainingsplan aus? 

Die ersten zwei Wochen der Pille Muskelaufbau, die anderen beiden Wochen Fettabbau.

Ich kann es beim besten Willen nicht nachvollziehen. Was ich auch nicht nachvollziehen konnte war, dass wir in den einzelnen Phasen nichts an den Kalorien ändern sollten (z.B. Muskelaufbau = hyperkalorisch, Muskelabbau = hypokalorisch). Diese Meinung setzt natürlich voraus, dass der Hormonspiegel so stimmt.

Was ich bei meinen Recherchen noch interessantes gefunden habe, ist dass wohl mal jemand eine Studie gemacht hat bei der herausgekommen ist, dass Frauen, die die Pille nehmen 60% weniger Muskeln aufbauen, als Frauen, die sie nicht nehmen.

Was jedoch für den Plan spricht: Ich habe meine Trainingspläne immer nur jeweils zwei Wochen am Stück. Ich kann alle zwei Wochen vom Kaloriendefizit ins Kalorienplus wechseln (ja, auch wenn man mir sagt, dass ich nicht drauf achten muss, das werd ich wohl doch tun). Ich denke, dass diese Art des Trainings sehr vielen helfen könnte, gerade da es uns doch sehr viel an Durchhaltevermögen mangelt. Der Plan macht für mich für diejenigen, die mit der Pille verhüten also nur  auf psychologische Sicht Sinn. Für Frauen, die nicht hormonell verhüten finde ich den auf jeden Fall unglaublich interessant. Auch auf physiologische Sicht.

Was haltet ihr von der Sache? Macht sie für euch Sinn? Habt ihr schonmal davon gehört? 

Screen Shot 2016-01-08 at 20.40.15

Du magst vielleicht auch

4 Kommentare

  1. Hey,
    ein wirklich interessanter Post! Ich selbst kann mich so gar nicht zu einem einheitlichen Training motivieren, das ich beginne, und zeitlich immer fortführe und mich dabei auch noch steigere. Die Regelmäßigkeit und Zeit ist mein Problem.
    Liebe Grüße, Lisa. (:

    Beauty: l-thatisall.blogspot.com
    Perspektivenwechsel: my-rainbow-world-lisa.blogspot.de

  2. Ich wusste ja bereits, dass die nicht gut für die Muskeln ist, aber dass es so extrem ist, hätte ich nicht erwartet… und genau wie du kann ich nicht verstehen, warum du die Kalorien beibehalten sollst… für mich klingt das, was du erzählst, nämlich so, als würde so ein Zyklusplan nur ohne die Pille Sinn machen…
    Wobei, jetzt wo ich so überlege… vielleicht bleiben die Kalorien gleich, damit man nicht durch „Hungern“ aus Versehen Muskeln aufzehrt und im Aufbau einfach Energie aus dem Fett ziehen soll, um die Muskeln zu bilden? Aber richtig vorstellen kann ich es mir nicht.

    Vielleicht kannst du ja in einer Weile mal drüber schreiben, wie es mit den Erfolgen mit so einem Plan bei dir aussieht.

    Also für mich kommt sowas momentan nicht in Frage – ich mache ja nur zu Hause ein paar Übungen mit Körpergewicht, weil ich weder Geld noch Zeit für ein Fitnessstudio habe (wäre eh sehr weit weg, sodass ich mich nur SCHWER aufraffen könnte, hinzugehen, weil ich das Auto nehmen müsste.).

    Liebe Grüße

    1. Ich werde definitiv berichten, wie es so läuft 🙂 Erstmal muss ich aber einen Zyklus komplett durch machen um überhaupt was sagen zu können… das lustige ist, dass meine Freundin, die den Plan mit macht, jeweils genau auf den Tag im gegenteiligen Teil ist. Daher können wir ganz gut vergleichen in 4 Wochen 😀

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.